16 Auch das Wehrgeschichtliche Museum hat sich mit einer Leihgabe eingestellt, „Sagen der Vorzeit, oder ausführliche Beschreibung von dem berühmten Salzburgischen Untersberg oder Wunderberg“. „Dieses Buch ist der Ursprung der Untersbergsagen und hat historisch eine sehr große Bedeutung. Stammt es doch von 1782 und die Gebrüder Grimm haben die Erzählungen aus diesem Buch in ihren zweibändigen „Deutschen Sagen“ aufgenommen. Erst durch die Grimm’sche Veröffentlichung erhielt die Untersbergsage den Nimbus eines nationalen Erzählguts“, freuen sich Museumskuratorin und Bachschmiede-Geschäftsführer Bernhard Robotka über die beiden Sagenschätze. Das Buch, „Aus Salzburg’s Sagenschatz“, ist leider nicht datiert, aber es enthält eine persönliche Widmung vom 5. Juni 1922, ist also über 100 Jahre alt, dürfte aber um einige Jahre älter sein. Ein Erscheinungsdatum konnte leider nicht eruiert werden. Im Vorwort findet sich aber ein Hinweis vom Verfasser Rudolf Freisauff von Neudegg, dass dieser Sagenschatz bereits 1879 bei Hartleben in Wien unter ‚Salzburger Volkssagen‘ erschienen war. Geschichtlich wertvoll ist natürlich auch die Buchhandlung Eduard Höllrigl, die die älteste heute noch bestehende Buchhandlung Österreichs und vermutlich drittälteste im süddeutsch-österreichischen Raum ist. Geschichtsträchtig ist auch ‚Das Salzburger Druck- und Verlagshaus Kiesel‘, das von 1865 bis 1980 bestand. „Und aus der Sicht der Gemeinde WalsSiezenheim ist der Sagenschatz natürlich auch sehr wertvoll, werden doch unter dem Kapitel ‚Weltuntergangssagen‘ die Sagen: ‚Die letzte Schlacht‘, ‚Der Antichrist‘ und ‚Der Birnbaum auf dem Walser Felde‘ erzählt. Ebenso erzählt werden die Untersberg- und Wildfrauensagen, die einen starken Bezug zur Gemeinde haben“, informiert Angela Gierlinger über den Besitz dieses geschichtlichen Werks für die Bachschmiede. Blickpunkt Die Bachschmiede Zwei ganz besondere Sagenschätze sind demnächst im Museum der Bachschmiede zu bewundern. Über Vermittlung eines Sammlers aus der Steiermark hat das Sagenbuch, „Aus Salzburg’s Sagenschatz“ – Verlag Eduard Höllrigl, Salzburg, vorm. Hermann Kerber, Salzburg. Gedruckt bei R. Kiesel zu Salzburg, den Weg in die Bachschmiede gefunden. Die Bachschmiede freut sich über historischen Sagenschatz Die neue Homepage der Bachschmiede, die seit kurzem online ist, bietet viele Neuerungen. So ist es möglich die Bachschmiede bei einem 360-Grad-Rundgang barrierefrei zu erkunden und sich die Museumsausstellungen auch außerhalb der Öffnungszeiten anzusehen. Ein besonderes Plus ist, dass auch der Saal online besichtigt werden und man sich den gewünschten Sitzplatz mit Blick auf die Bühne ansehen kann. Neu aufbereitet wurde auch der Webshop, der es einfacher macht, sich seine Karten zu kaufen. Wir freuen uns aber natürlich auch über jeden persönlichen Besuch zu unseren Öffnungszeiten in der Bachschmiede. Insgesamt ist die Homepage sehr übersichtlich und einladend gestaltet und besonders der Veranstaltungsbereich bietet einen guten Überblick über das Programm der Bachschmiede. Besuchen Sie uns unter: www.diebachschmiede.at NEUE Homepage als Serviceleistung Frohe Weihnachten und ein gutes Neues Jahr wünscht Museumskuratorin Angela Gierlinger mit GF Bernhard Robotka. © KWER/Sarah Karner
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