7 Liebe GemeindebürgerInnen! Die Themenreihe geht weiter und dieses Mal möchte ich mich dem Thema „Tourismus“ widmen – auf den 1. Blick nicht DAS Thema in unserer Gemeinde, aber vielleicht sollten wir ein bisschen genauer hinschauen: Tourismus in Wals-Siezenheim? Wals-Siezenheim ist natürlich keine Tourismushochburg, trotzdem war ich über die Zahlen, die mir bei der Jahreshauptversammlung des Tourismusvereins präsentiert wurden, erstaunt. Die Wirtschaftskraft dieser Sparte in unserer Gemeinde war mir so nicht bewusst. Von der 2- Stern Kategorie bis zur 4-Stern Kategorie ist alles vorhanden. Auch Appartements, Gästehäuser und Ferienwohnungen werden in der Gemeinde angeboten. Nach Wals-Siezenheim kommen zum Großteil Geschäftsreisende, aber auch Städtetouristen und Menschen die Natur lieben verbringen gerne den Urlaub im größten Dorf Österreichs. Wie funktioniert das mit der Ortstaxe und der Mobilitätsabgabe? Die Ortstaxe beträgt in WalsSiezenheim EUR 1,00. Diese wird in den Betrieben von den Gästen eingehoben und an die Gemeinde abgeführt. Da wir in Wals-Siezenheim einen Tourismusverein haben, kann die Gemeinde entscheiden, wofür das Geld verwendet wird, es muss nur zur Schaffung und Erhaltung von Tourismuseinrichtungen sein. De facto wird der Großteil der Einnahmen aber an den Tourismusverein ausbezahlt, der dann diese Einnahmen z.B. für gemeinsame Werbung und Projekte verwendet. Ab 1. Mai 2025 wird auch landesweit eine Mobilitätsabgabe von EUR 0,50 eingehoben. Dafür bekommen die Gäste für den Aufenthalt ein kostenloses ÖffiTicket für das gesamte Bundesland Salzburg – eine sehr gute Idee, die hoffentlich auch gut umgesetzt wird! Entwicklung im Bereich Tourismus? Wie in allen Lebensbereichen, ist auch im Bereich Tourismus ein Wandel im Gange. Die Buchungen werden kurzfristiger, die Aufenthaltsdauer wird ebenfalls kürzer und die Herkunftsmärkte haben sich nach Corona auch verschoben. Sehr starke Veränderungen hat es und wird es aber im Bereich Tourismus durch die KI geben. Da sind unsere Betriebe definitiv gefordert dieses Werkzeug gekonnt einzusetzen und die Vorteile zu nutzen, ohne dass Qualität und Persönlichkeit verloren geht – bestimmt eine große Herausforderung für unsere Touristiker. Herausforderungen für die Gemeinde? Als wirtschaftlich denkender Mensch und Vertreterin unserer Gemeinde, ist es für mich wichtig, dass wir versuchen unseren Unternehmen gute Rahmenbedingungen zu bieten. Nur so können wir Arbeitsplätze sichern und auch die für die Gemeinde notwendigen Kommunalsteuern lukrieren. 65% Businessgäste, das heißt, diese Gäste sind hier, um Messen zu besuchen oder Besprechungen abzuhalten. Dies alles müssen wir natürlich um an Kongressen teilzunehmen oder in Firmenzentralen versuchen gemeinsam, vorwiegend mit der Stadt Salzburg, weiterhin zu gewährleisten. Eine wichtige Rolle hierbei spielt auch der Flughafen Salzburg, Verbindungen zu den Drehkreuzen wie Frankfurt und Wien sind dabei essenziell. Was wir auch nicht vergessen dürfen ist, dass die meisten unserer Hotels auch noch für unsere Gemeindebürger Gastronomie anbieten. Auch dies gilt es zu bewahren, denn was wäre das größte Dorf Österreichs ohne gutes Essen und Trinken und Veranstaltungen bei unseren Wirtshäusern. FAKTENCHECK: • 1946 Betten • 308.734 Nächtigungen • Top Herkunftsländer: 43 % Österreich | 28 % Deutschland • 65 % der Gäste sind Businessgäste und 35 % der Gäste sind Feriengäste • ca. 30-40 Wohnungen werden pro Jahr zugewiesen • 26 Betriebe (43 Betriebe mit den privaten Unterkünften) • 500 Mitarbeiter Mag. Karin Huber Vizebürgermeisterin Unser Blickpunkt jetzt auch im Internet unter: www.blickpunkt.online Dezember 2024
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