Blickpunkt Wals-Siezenheim | März 2025

5 Liebe GemeindebürgerInnen! Dieses Mal möchte ich mich einem Thema widmen, das momentan heiß diskutiert wird: Die Finanzen in den Gemeinden. Die finanzielle Situation in Wals-Siezenheim? Wir haben in der letzten Gemeindevertretungssitzung den Rechnungsabschluss 2024 beschlossen. Wieder ist es uns gelungen, sämtliche Pflichtaufgaben zu erfüllen und auch alle geplanten Investitionen zu tätigen, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen. Die Gemeinde Wals-Siezenheim ist per 31.12.2024 beinahe schuldenfrei und kann mit stabilen Finanzen in die Zukunft starten. Und wie wurde für 2025 budgetiert? Bei der Budgeterstellung für 2025 haben wir Gesamterträge von EUR 67.827.100,00 prognostiziert. Aufwendungen wurden in Höhe von EUR 64.856.200,00 angesetzt. Es ist uns trotz der angespannten Situation gelungen, dass wir keine wesentlichen Projekte absagen mussten. Einzig die Revitalisierung der alten Volksschule Siezenheim haben wir vorsichtshalber auf einen Zeitraum von 2 Jahren ausgedehnt. Uns war aber bewusst, dass wir ausgabenseitig den Gürtel ein bisschen enger schnallen müssen, jedoch konnte alles, was notwendig ist, ausreichend budgetiert werden. Entwicklung im Bereich Gemeindefinanzen Viele Gemeinden hatten damit zu kämpfen, für das Jahr 2025 ein ausgeglichenes Budget zu erstellen. Und auch in unmittelbarer Nähe wurden einige Gemeinden zu sogenannten „Ausgleichsgemeinden“. Das bedeutet, dass diese Gemeinden zusätzliche Hilfe des Landes benötigen, um den laufenden Haushalt finanzieren zu können. Alle Gemeinden, so auch WalsSiezenheim sind damit konfrontiert, dass die Ausgaben steigen und die Einnahmen stagnieren bzw. sogar sinken. Nicht nur die hohen Lohnabschlüsse sowie der Wettbewerb mit der Privatwirtschaft um Arbeitskräfte schlägt sich in den Budgets nieder. Gestiegene Energiekosten, hohe Inflation und gestiegene Zinsen sind weitere Faktoren, die auch die Gemeinden treffen. Herausforderungen für Wals-Siezenheim Wals-Siezenheim ist in der glücklichen Lage auf stabile Finanzen aufbauen zu können. Wie bereits oben erwähnt, sind wir beinahe schuldenfrei. Ein wesentlicher Faktor für die stabilen Finanzen sind die vielen krisenfesten Betriebe in unserer Gemeinde. Daher sind wir nicht so stark von den Ertragsanteilen (Gelder vom Bund), wie andere Gemeinden abhängig. Uns muss aber auch klar sein, dass es unsere Aufgabe ist, dies zu bewahren und dass wir Voraussetzungen schaffen müssen, damit uns diese Betriebe er- halten bleiben. Denn nur so ist es uns möglich, für unsere Gemeindebürger die notwendigen finanziellen Mittel zu haben, um die Aufgaben auf dem gewohnten Niveau auch weiterhin erfüllen zu können. Aber wir sollten nicht nur aufmerksam auf unsere Einnahmen schauen. Auch zu bedenken gilt es immer, dass jede Investition, jeder Bau Folgekosten mit sich bringt. Das sind einerseits die Betriebskosten, andererseits aber auch die Erhaltungskosten und später die Renovierungskosten. Dies gilt es auch immer mitzudenken. Wichtig ist, dass wir uns dessen bewusst sind und den Weitblick bewahren! Unser Blickpunkt jetzt auch im Internet unter: www.blickpunkt.online März 2025 FAKTENCHECK Rechnungsabschluss 2024: • Einzahlungen: EUR 59.369.021,38 davon eigene Steuern EUR 21.213.960,51 (zB Kommunalsteuer) davon Ertragsanteile EUR 20.064.566,18 • Auszahlungen: EUR 63.372.852,10 davon Personalauszahlungen EUR 13.452.347,56 davon Transferzahlung EUR 12.775.570,98 (zB Sozialausgaben) davon Investitionen EUR 19.024.964,32 • Liquide Mittel zum 31. Dez. 2024 EUR 5.149.779,95 • Vermögen zum 31. Dez. 2024 EUR 241.552.008,87 Mag. Karin Huber Vizebürgermeisterin

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